Sony erweitert die Cinema Line um die FX5 – eine kompakte Vollformat-Kamera. Das Besondere: Sie ist die erste der FX-Reihe, die den kompletten Sensor ausliest (Open Gate) und RAW direkt in der Kamera aufzeichnet (in X-OCN). Vorgestellt wurde sie am 22. Juli 2026, ausgeliefert wird sie laut Sony Deutschland voraussichtlich ab dem 16. November 2026. Von Größe und Bedienung liegt sie zwischen FX3 und FX6 und fühlt sich an wie die großen Cine-Kameras von Sony. Gedacht ist sie für alle, die zwischen Doku, Event und szenischem Dreh wechseln – und bisher für RAW zur größeren Kamera greifen mussten.
Das Wichtigste in Kürze
- Neuer Vollformat-Sensor mit Sonys Bildprozessor BIONZ XR2 und eigenem KI-Chip – laut Sony über 15 Blendenstufen Spielraum in S-Log3
- Erstmals drei feste ISO-Grundwerte statt zwei (800 / 4.000 / 12.800), dazu das neue Dual Gain (der Sensor wird doppelt ausgelesen)
- 5K bis 60p, 4K bis 120p, Full-HD bis 240p – dazu Open Gate (voller Sensor im 3:2, zum Start nur in X-OCN) sowie 17:9, 16:9 und Super 35
- RAW direkt in der Kamera (16 Bit, X-OCN), ohne externen Recorder – neben X-OCN LT auch die neuen, kleineren Varianten C1 und C2
- Zwei Ausführungen: ILME-FX5B (nur Gehäuse) oder ILME-FX5 mit XLR-Griff XLR-H2 – 5.400 € bzw. 6.000 € (UVP), vorbestellbar seit 22. Juli; Versand laut Sony voraussichtlich ab 16. November 2026 (angekündigt war Mitte August)
Die FX5 im Detail
Im Kern steckt ein neu entwickelter Vollformat-Sensor, dazu Sonys aktueller Bildprozessor BIONZ XR2 mit einem eigenen KI-Chip. Laut Sony schafft die Kamera in S-Log3 mehr als 15 Blendenstufen – also viel Spielraum zwischen den hellsten und dunkelsten Bildstellen. Neu für die FX-Reihe sind die drei festen ISO-Grundwerte 800, 4.000 und 12.800, die vom hell ausgeleuchteten Studio bis zu Szenen mit wenig Licht alles abdecken. Dazu kommt Dual Gain: Der Sensor wird zweimal ausgelesen, was für sauberere Übergänge und weniger Bildrauschen sorgen soll.
RAW zeichnet die Kamera auf Wunsch direkt intern auf – in Sonys 16-Bit-Format X-OCN, das es bisher nur mit externem Recorder oder in den großen Cine-Kameras gab. Die neuen Varianten X-OCN C1 und C2 machen die Dateien deutlich kleiner – das spart Zeit beim Kopieren und in der Nachbearbeitung.
Bei der Bedienung orientiert sich die FX5 an FX6 und den großen Cine-Kameras: Der Startbildschirm „BIG6“ zeigt Bildrate, Belichtung und LUTs auf einen Blick, das Menü ist dasselbe wie bei den größeren Modellen – wer im Mehrkamera-Set arbeitet, muss sich nicht umgewöhnen. Der 3,5-Zoll-Touchscreen (2,76 Mio. Bildpunkte) sitzt auf einem in vier Richtungen verstellbaren Arm und legt die Aufnahme-Infos rund ums Bild statt darüber. Die Bildstabilisierung arbeitet auf fünf Achsen und gleicht laut Sony doppelt so viel Wackeln um die Rollachse aus wie beim Vorgänger; für Aufnahmen aus der Hand gibt es zusätzlich den neuen Modus „Dynamic Active“.
Sony FX5 Open Gate: was zum Start geht und was per Update kommt
Open Gate heißt: Die FX5 nimmt den ganzen Sensor im 3:2-Format auf statt nur einen 16:9-Ausschnitt. Der Vorteil: Wer dasselbe Material später fürs breite Kinobild und fürs Hochformat braucht, hat in einer einzigen Aufnahme genug Rand zum Zuschneiden. Die wichtigste Einschränkung steht bei Sony im Kleingedruckten: Open Gate gibt es zum Start nur bei der Aufnahme in X-OCN, also in RAW – und X-OCN wiederum nur im Cine-EI-Modus. Wer in XAVC dreht, bekommt vorerst kein Open Gate.
- Zum Start: 5K Open Gate (3:2) mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde – die 60p nennt Sony für X-OCN C2 auf einer CFexpress-Karte vom Typ A; CFexpress Typ B unterstützt die FX5 nicht
- Mit Dual Gain: in 5K Open Gate bis 30p, in 5K 16:9 und 17:9 bis 60p
- 4K bis 120p aus einem Ausschnitt des Vollformat-Sensors (bei Sony „FF crop“)
- Per Update geplant: XAVC S-I im 3:2 mit Auslesung des ganzen Sensors – also Open Gate auch ohne RAW; einen Termin nennt Sony dafür nicht
- Firmware 2.0: 5K mit 120p und 4K mit 240p, laut Sony geplant ab August 2027 oder später
- In der Nachbearbeitung: Die Verzeichnungskorrektur der Objektive rechnet die Kamera bei X-OCN nicht ein; mit Sony-Objektiven lässt sie sich später in Catalyst Browse oder Catalyst Prepare anwenden
Quellen: Sony Deutschland, Produktseite FX5 und technische Daten der FX5 bei Sony mit den Fußnoten zu Open Gate und Firmware, Stand 19. Oktober 2026.
Kernmerkmale
- Bildstabilisierung auf fünf Achsen – laut Sony etwa doppelt so viel Ausgleich um die Rollachse wie beim Vorgänger, plus neuer Modus „Dynamic Active“
- 3,5-Zoll-Touchscreen (2,76 Mio. Bildpunkte) auf beweglichem Arm – größer als bei der FX3, Aufnahme-Infos rund ums Bild statt darüber
- Aktiver Lüfter für lange Aufnahmen, Gewinde am Gehäuse, um ohne Käfig Zubehör anzuschrauben
- Akku NP-SA100 (2.670 mAh, rund 1,3-mal so viel wie der NP-FZ100), Strom auch per USB-PD
- LAN-Anschluss für Fernsteuerung, Timecode über den optionalen Adapter VMC-BNCU1 (USB-C auf BNC)
- Updates angekündigt: Firmware 2.0 mit 5K 120p und 4K 240p (laut Sony ab August 2027 oder später); außerdem geplant: XAVC S-I im 3:2 mit Auslesung des ganzen Sensors, eine Oberfläche fürs Hochformat und eine Funktion, die ein Standbild direkt aus dem Videoclip zieht
Mit oder ohne XLR-Griff?
Die FX5 gibt es in zwei Ausführungen: als ILME-FX5B nur mit Gehäuse – oder als ILME-FX5 im Set mit dem neuen XLR-Griff XLR-H2. Der Griff ist mehr als ein Tragehenkel: Er hat zwei XLR-/Klinke-Eingänge für bis zu vier Tonspuren und nimmt in der Kamera mit bis zu 96 kHz in 32-Bit-Float auf – angeschlossen wird er ohne Kabel über den Zubehörschuh. Wer den Ton ernsthaft in der Kamera aufnehmen will, nimmt das Set; wer ohnehin extern auf einem Recorder aufzeichnet oder am Gimbal jedes Gramm spart, kommt mit dem Gehäuse günstiger weg. Getrennt erhältlich ist außerdem der neue ansteckbare OLED-Sucher DVF-EL1 (0,58 Zoll, 7,07 Mio. Bildpunkte, bis 90 Grad neigbar).
Sony FX5 Auslieferung: wann die Kamera kommt
Angekündigt war die Auslieferung für Mitte August 2026 – daraus wurde nichts. Sony hat den Verkaufsstart verschoben; in Japan nennt Sony dafür Gründe in der Produktion und hat dort auch Sucher, XLR-Griff und Timecode-Adapter verschoben (Mitteilung von Sony Japan, auf Japanisch). Im Sony-Store Deutschland ist die FX5 (Gehäuse) vorbestellbar, als Versandtermin steht dort der 16. November 2026 – mit dem Hinweis, dass sich das Datum noch ändern kann und vom Wareneingang im Lager abhängt (Sony Deutschland, Stand 19. Oktober 2026). Für die Planung heißt das: Für Drehs vor Mitte November besser nicht fest mit der FX5 rechnen. Den aktuellen Lieferstand nennen wir Ihnen gern.
Für wen sich die FX5 eignet
- Doku & Reportage: die drei ISO-Grundwerte für wechselndes Licht und 32-Bit-Float-Ton über den XLR-Griff – ein Setup, das auch als Einzelkämpfer bei kniffligem Licht und Ton mithält
- Event & Live: gleiche Bedienung wie FX6 und die großen Cine-Kameras, dazu Fernsteuerung per LAN und Timecode – damit passt sie ins Mehrkamera-Set
- Szenisches & Werbung: RAW in 16 Bit direkt in der Kamera und Open Gate geben in der Nachbearbeitung Reserven, für die man früher einen externen Recorder oder eine größere Kamera brauchte
Einordnung
Die FX5 füllt eine echte Lücke: So kompakt gab es RAW in der Kamera und Open Gate bei Sony bisher nicht. Wer schon mit FX6 oder FX3 dreht, bekommt entweder eine B-Kamera, die sich genauso bedient, oder eine A-Kamera, die in den Rucksack passt. Die Grenzen gehören ehrlich dazu: Open Gate gibt es zum Start nur in RAW (X-OCN), die 240p-Zeitlupe nur in Full-HD (4K mit 240p kommt erst mit Firmware 2.0, laut Sony ab August 2027 oder später), einen eingebauten ND-Filter wie bei FX6 oder FX9 hat sie nicht – für draußen also einen aufsteckbaren ND-Filter einplanen –, und wer den Ton direkt in der Kamera will, nimmt am besten gleich das Set mit XLR-Griff. Die Preise (UVP): 5.400 € fürs Gehäuse (ILME-FX5B), 6.000 € fürs Set mit Griff (ILME-FX5); den Versand nennt Sony Deutschland für den 16. November 2026.
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Die Sony ILME-FX5 mit XLR-Griff steht im AVT-Shop – bei Fragen zu Konfiguration und Lieferzeit sprechen Sie uns einfach an.

